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StadtwÀldchen
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Das StadtwĂ€ldchen (ungarisch VĂĄrosliget) befindet sich im XIV. Bezirk der ungarischen Hauptstadt Budapest. Der ab 1817 vom LĂŒbecker LandschaftsgĂ€rtner Christian Heinrich Nebbien (1778â1841) angelegte Park ist ein beliebtes Naherholungsgebiet. Es erstreckt sich ĂŒber eine FlĂ€che von 1,2 kmÂČ und war einst eine sumpfige HĂŒgellandschaft. Den sĂŒdwestlichen Eingang des Parks bildet der Heldenplatz am Ende der AndrĂĄssy Ășt. Im nördlichen Teil wird das StadtwĂ€ldchen von der fĂŒr den Autoverkehr freigegebenen Promenade KĂłs KĂĄroly sĂ©tĂĄny durchzogen.
Im Lauf der Jahre haben sich auf dem GelÀnde viele Erholungs- und Kultureinrichtungen angesiedelt.
Contents
âą Burg Vajdahunyad
âą Eisbahn
âą VergnĂŒgungspark
âą Verkehrsmuseum
⹠BauplÀne
⹠DenkmÀler
âą Bauwerke
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
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Burg Vajdahunyad
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Hauptartikel
:
Burg Vajdahunyad
Die Burg Vajdahunyad (Vajdahunyad vĂĄra) befindet sich vom Heldenplatz aus gesehen auf der rechten Seite. Wie viele DenkmĂ€ler und Bauwerke entstand auch die Burg 1896 anlĂ€sslich der Feiern zum Millennium des ungarischen Reichs unter ĂrpĂĄd. Der im mittelalterlichen Stil errichtete burgartige GebĂ€udekomplex mit einem Burgtor, spitzen TĂŒrmen, Giebeln und Zinnen diente der aus diesem Anlass veranstalteten Budapester Millenniumsausstellung 1896. Er wurde unter Leitung des ungarischen Baumeisters IgnĂĄc AlpĂĄr errichtet. IgnĂĄc AlpĂĄr versuchte die fĂŒr Ungarn typischen Baustile in seinem Werk zu vereinigen.
Als Ausgangspunkt seiner Planungen nahm er die Feste des Johann Hunyadi, die sich im heute rumĂ€nischen Hunedoara befindet. Am Eingang der Burg ist das gotische Burgtor, zu seiner Linken die Kopie eines oberungarischen Turms, und zur Rechten die Kopie des Turms aus dem siebenbĂŒrgischen SchĂ€Ăburg. Bei der Kapelle hinter dem romanischen FlĂŒgel auf der Ostseite des Burghofes ĂŒbernahm IgnĂĄc AlpĂĄr das Portal der ehemaligen Klosterkirche in JĂĄk eins zu eins. Zum Osten hin schlieĂt die Burg mit einem schlossartigen GebĂ€udeteil im klassizistischen und Barockstil ab. Sonst bestimmen vornehmlich Elemente aus Nordungarn und SiebenbĂŒrgen das Bild der Burg, insbesondere von der Burg Hunedoara.
Der rechts vom Burgtor gelegene GebĂ€udeteil ist vollstĂ€ndig fĂŒr das Landwirtschaftsmuseum reserviert. Hier werden bĂ€uerliches Handwerkszeug, Landmaschinen und verschiedene Dokumentationen der ungarischen Land- und Forstwirtschaft ausgestellt.
Denkmal des Anonymus
Vor dem Landwirtschaftsmuseum, aber noch auf der Burginsel, befindet sich die 1903 von Miklós Ligeti entworfene Statue des Anonymus. Es wurde zu Ehren eines im 12./13. Jahrhundert lebenden anonymen Geschichtenschreibers hier errichtet, der im Auftrag von König Béla IV. die erste ungarische Chronik (lateinisch Gesta Hungarorum) niederschrieb.
Eisbahn
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Hauptartikel
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Eisbahn im StadtwÀldchen
Am 12. November 1869 grĂŒndete sich im CafĂ© Korona in Budapest der âPester Verein fĂŒr SchlittschuhlĂ€uferâ. Zeitgleich wurde auch die erste Eisbahn der Hauptstadt auf dem See des StadtwĂ€ldchens eröffnet. Erst gab es nur einen kleinen Pavillon, in dem sich die EislĂ€ufer aufwĂ€rmen konnten. Der Zuspruch war aber bald so groĂ, dass der Verein regelmĂ€Ăig Veranstaltungen und Feste ausrichtete. So unter anderem auch den ersten Schlittschuhwettkampf der Stadt am 2. Februar 1870. SpĂ€ter, als Buda und Pest sich zu Budapest vereinten, wurde der âPester Verein fĂŒr SchlittschuhlĂ€uferâ in âBudapester Verein fĂŒr SchlittschuhlĂ€uferâ umbenannt. Der erste PrĂ€sident des neuen Vereins war Graf ManĂł AndrĂĄssy.
Die PopularitĂ€t dieser neuen Attraktion stieg weiter, und so wurde ĂŒberlegt, den viel zu kleinen hölzernen Pavillon durch einen neuen zu ersetzen. Die durchgefĂŒhrte Ausschreibung gewann der noch unbekannte ungarische Architekt Ădön Lechner. Er entwarf fĂŒr sein Erstlingswerk einen Zweckbau aus Holz mit je einem AnkleideflĂŒgel fĂŒr die Damen und einen fĂŒr die Herren sowie einem von allen zu nutzenden Saal zum AufwĂ€rmen. Dieses neue GebĂ€ude wurde 1895 erweitert.
Zur Förderung des Sports wurde am 26. November 1926 die Kunsteisbahn (MƱjĂ©gpĂĄlya) eröffnet, die es den Sportlern ermöglichte, 105 Tage wĂ€hrend des Winters im StadtwĂ€ldchen zu trainieren. Nach Zerstörung im Zweiten Weltkrieg musste die Kunsteisbahn 1944 fĂŒr eine Saison geschlossen werden und konnte erst nach langer Rekonstruktion 1945 teilweise wieder eröffnet werden.
Folgende Welt- und Europameisterschaften wurden auf der Kunsteisbahn ausgetragen:
âą Eisschnelllauf-Mehrkampfeuropameisterschaft 1895
âą Eisschnelllauf-Mehrkampfeuropameisterschaft 1909
âą Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften 1929 (Damen und Paarlauf)
âą Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften 1935 (Herren und Paarlauf)
âą Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften 1939 (Herren und Paarlauf)
âą Bandy-Weltmeisterschaft 2004, Bruppe B
Széchenyi-Heilbad
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Hauptartikel
:
Széchenyi-Heilbad
und
Budapester ThermalbÀder
Das SzĂ©chenyi-Bad (SzĂ©chenyi-gyĂłgyfĂŒrdĆ) wurde 1881 eröffnet und gehört heute zu den beliebtesten BĂ€dern in Budapest. Es befindet sich im nördlichen Teil des StadtwĂ€ldchen (sz-chenyi-badLage47.51841666666719.082219444444) und besteht aus drei Freibecken und einem im neobarocken Stil erbauten Hallenbad mit Thermal- und Therapiebereich.
Zoologisch-Botanischer Garten
Der Zoologisch-Botanische Garten (FĆvĂĄrosi Ăllat- Ă©s NövĂ©nykert) befindet sich an der nordwestlichen Seite des StadtwĂ€ldchens (zoologisch-botanischer-gartenLage47.51747222222219.076722222222). Bereits 1840 kamen in Budapest die ersten Ăberlegungen auf, einen Zoologischen Garten zu grĂŒnden. Doch erst ab 1859 wurden konkrete Ăberlegungen angestellt, wie dieses zu realisieren wĂ€re. Entstanden ist er schlieĂlich aus einer privaten Initiative von vier Wissenschaftlern: JĂłzsef SzabĂł (Dozent), JĂłzsef Gerenday (Direktor des Botanischen Gartens), Ăgoston Kubinyi (Direktor des Nationalmuseums) und JĂĄnos XĂĄntus (Sammler und Zoologe). Um die notwendigen finanziellen Mittel zu bekommen, wurden die Aktienfirma Zoologischer Garten gegrĂŒndet und GesprĂ€che mit der Stadt Pest ĂŒber mögliche Orte fĂŒr einen Zoologischen Garten gefĂŒhrt. Die Stadtverwaltung Pests schlug zwei GrundstĂŒcke vor, die sich beide im StadtwĂ€ldchen befanden. Auf Anraten des Wiener Professors Gustav JĂ€ger fiel die Entscheidung zugunsten des im Westen des StadtwĂ€ldchens gelegenen GrundstĂŒcks. Am 5. September 1865 wurde ein 30-jĂ€hriger Pachtvertrag mit der damals noch selbstĂ€ndigen Stadt Pest zu einer Jahresmiete von einem GoldstĂŒck abgeschlossen.
Als Architekt konnte der renommierte Antal Szkalnitzky gewonnen werden. Am 9. August 1866 wurde der Budapester Zoologische Garten erstmals eröffnet und zĂ€hlt daher heute zu den Ă€ltesten Zoologischen GĂ€rten Europas. Dieser zĂ€hlte etwa 500 Tiere, zugekauft und gespendet. So wurden unter anderem einige Tiere vom Tiergarten Schönbrunn in Wien ĂŒberlassen. Ein besonderes Geschenk kam von Königin Elisabeth, die dem Zoo 1869 eine Giraffendame schenkte, die ĂŒberraschend im selben Jahr noch Nachwuchs in den Zoo brachte.
In den ersten Jahren wurde im Zoologischen Garten eine Spezialisierung auf bestimmte Tierarten versucht, darunter Affen, Papageien, Greifvögel und Wild. Da dieses Vorhaben nicht die benötigten Besucherzahlen brachte, ĂŒberlegte sich Zoodirektor KĂĄroly SerĂĄk neue Wege, den Zoo attraktiver zu machen. Diese Ideen brachten ihm jedoch viel Kritik ein. So wurden Angebote wie Zoo-Lotterie, Akrobaten, SeiltĂ€nzer und Feuerspucker als nicht angemessen fĂŒr einen Zoologischen Garten gesehen. In der RĂŒckschau ist anzunehmen, dass gerade durch diese MaĂnahmen das Ăberleben des Zoos gesichert wurde.
Anfang des 20. Jahrhunderts glich der Budapester Zoo in vielen Aspekten anderen europĂ€ischen Zoos. So wurden sehr viele Tiere in fĂŒr heutige VerhĂ€ltnisse viel zu engen KĂ€figen gehalten, und der Schwerpunkt lag eher darauf, neue Tierarten anzuschaffen, als die VerhĂ€ltnisse fĂŒr die bereits vorhandenen Tierarten zu verbessern. In den darauf folgenden Jahrzehnten musste der Zoo viele Schwierigkeiten durchstehen. Er wurde geschlossen und wieder eröffnet und stand mehrmals vor dem Bankrott. 1909 bis 1912 wurde der Garten um Gehege und TierhĂ€user erweitert. Aus dieser Zeit sind jedoch bis heute nur wenige GebĂ€udeteile erhalten, so unter anderem ein moscheeartiges Elefantenhaus und das von KĂĄroly KĂłs erbaute Vogelhaus, das an die reformierte Kirche in MagyarvalkĂł erinnert. KĂĄroly KĂłs lieĂ sich in seinen Bauten vor allem von der volkstĂŒmlichen Baukunst SiebenbĂŒrgens inspirieren. Auch bei der GebĂ€udearchitektur versuchte er stets einen Bezug zu den entsprechenden Tieren zu finden.
Insgesamt hat der Zoo seit seiner Eröffnung 100 Millionen Besucher empfangen. Heute sind es jĂ€hrlich etwa eine Million Besucher. Damit ist er in Ungarn die meistbesuchte Kultureinrichtung des Landes. Insgesamt leben hier heute ĂŒber 4000 Tiere aus 500 Arten sowie etwa 2000 Pflanzenarten. Die letzte groĂe Renovierung fand 2004 statt, wonach auch das unter Denkmalschutz gestellte Aquarium wieder fĂŒr Besucher eröffnet wurde. Etwas Besonderes ist bis heute das Palmenhaus mit seinen Vögeln, FledermĂ€usen und Alligatoren. Mit seinen teilweise mehrere hundert Jahre alten Platanen und Ginkgos steht hier ein groĂes Tropenhaus.
HauptstĂ€dtischer GroĂzirkus
Der HauptstĂ€dtische GroĂzirkus (FĆvĂĄrosi Nagycirkusz) am Ostrand des Zoologisch-Botanischen-Gartens und gegenĂŒber dem SzĂ©chenyi-Bad (f-v-rosi-nagycirkuszLage47.51922222222219.079083333333) gehört mit 320.000 Besuchern im Jahr zu den meistbesuchten Einrichtungen dieser Art in Europa. Eröffnet wurde das seinerzeit aus Wellblech und Eisenfachwerk bestehende ZirkusgebĂ€ude am 7. Mai 1891 durch den deutsch-hollĂ€ndischen Zirkusdirektor Ede Wulff. Da sich das GebĂ€ude damals noch innerhalb des Zoologischen Gartens befand, konnte der Zirkus nur mit einer Eintrittskarte des Zoos besucht werden. Obwohl sich die GebĂ€udegröĂe seit der GrĂŒndungszeit nicht verringert hat, fasste der Zirkus damals 2290 Besucher, wohingegen heute 1850 PlĂ€tze zur VerfĂŒgung stehen.
In den folgenden Jahren war das Etablissement sehr erfolgreich und spielte immer öfter vor ausverkauftem Haus â bis 1896 der VergnĂŒgungspark ĆsbudavĂĄra in unmittelbarer NĂ€he, ebenfalls auf dem GelĂ€nde des Zoologischen Gartens, seine Pforten öffnete. Direktor Ede Wulff war bereits 1895 aus dem Zirkus ausgeschieden und hatte die Pacht an den Zoologischen Garten ĂŒbergeben. In den nĂ€chsten Jahren hatte es der Zirkus schwer, in Konkurrenz des VergnĂŒgungsparks mit seinen berĂŒhmten Artisten und Attraktionen zu bestehen. Nach langem Hin und Her fand sich ein neuer Mieter: Der Clown und Kunstreiter MĂĄtyĂĄs Beketow mietete 1904 den Zirkus und begann ihn aus seinem Privatvermögen zu renovieren.
Ein paar Monate spĂ€ter, am 30. April 1904, wurde der Zirkus wiedereröffnet. 1908 wurde das GebĂ€ude schlieĂlich an seinen heutigen Platz östlich des Zoologischen Gartens verlegt. In den 1920er Jahren wurde SĂĄndor Könyöt als neues Mitglied der Zirkusfamilie neuer Partnerdirektor im Beketow-Zirkus. Die erfolgreiche Ăra von MĂĄtyĂĄs Beketow als Direktor endete 1935, als die Stadtverwaltung den Zirkus erneut zur Pacht ausschreiben lieĂ.
Den Zuschlag bekam György FĂ©nyes, der zuvor bereits den Kleinen Zirkus im StadtwĂ€ldchen geleitet hatte. Im Juli 1936 fand unter FĂ©nyes die UrauffĂŒhrung des neu erarbeiteten Programms statt. Viele berĂŒhmte und international anerkannte KĂŒnstler boten in den darauf folgenden Jahren unter FĂ©nyes ihre KĂŒnste im Zirkus dar, unter anderem der Musikclown GĂĄbor Eötvös, den selbst Charlie Chaplin hoch schĂ€tzte. 1944 musste György FĂ©nyes den Spielbetrieb einstellen, da wegen zunehmender Bombardierungen die Stadtverwaltung gezwungen war, die Spielerlaubnis fĂŒr den GroĂzirkus zurĂŒckzuziehen.
1950 wurde die Staatliche Artistenschule gegrĂŒndet, womit die Grundlagen fĂŒr eine Wiedereröffnung des GroĂzirkus gelegt waren. 1954 grĂŒndete sich das Staatliche Zirkus-Unternehmen, das bis heute die Leitung des Zirkus innehat. SpĂ€ter wurde es in Ungarische Zirkus und VarietĂ© Kht. (MACIVA) umbenannt. 1955 öffnete der GroĂzirkus schlieĂlich wieder regelmĂ€Ăig seine Pforten, und die Besucher konnten sich die Vorstellungen der nun diplomierten Artisten anschauen.
Am 15. MĂ€rz 1966 kam es zur zweiten lĂ€ngeren SchlieĂung des Zirkus, da das baufĂ€llig gewordene ZirkusgebĂ€ude abgerissen und durch ein neues ersetzt wurde. Dem Neubau wird nachgesagt, dass er von auĂen wenig an einen Zirkusbau erinnert, weil wesentliche Stilelemente fehlen. Im Inneren jedoch zeigt er den typischen Charme einer klassischen Zirkusmanege. Eine Besonderheit besteht darin, dass die SitzplĂ€tze des Publikums fast die 360° des Rondells einnehmen. Nur der Bereich ĂŒber dem KĂŒnstlereingang ist, wie in Zirkuszelten, fĂŒr die hauseigene Zirkusband reserviert. Geleitet wurde der Zirkus bis 1966 von MiklĂłs Göndör, RezsĆ Ărvai und Lajos Fekete. Nach mehrjĂ€hriger Bauzeit eröffnete das Haus Anfang 1971 unter Eötvös GĂĄbornĂ©. GĂĄbornĂ©, aus der berĂŒhmten Picard-Dynastie, war die bis dahin einzige Zirkusdirektorin. SpĂ€ter wurde sie von TamĂĄs RadnĂłti abgelöst, der wiederum 1988 durch IstvĂĄn KristĂłf ersetzt wurde. Dieser hat bis heute das Direktorenamt inne.
Die erfolgreichsten Jahre des Zirkus waren zu Ende des 19. Jahrhunderts, da vor allem die zahlenmĂ€Ăig wachsende Oberschicht ihm und dem StadtwĂ€ldchen gern einen Besuch abstattete. Derzeit plant man notwendige Renovierungen, darunter auch eine Kuppel, um Ausstattung wie in anderen Zirkussen unterzubringen.
Da sich der Budapester Zirkus kein Winterquartier suchen muss, kann er sein Programm ganzjĂ€hrig darbieten. In den letzten Jahren wurden noch zusĂ€tzliche Veranstaltungen, wie klassische Konzerte, Modeschauen, Bankette, Sportveranstaltungen, Tanz-, Theater- und OperettenauffĂŒhrungen in den Programmplan aufgenommen.
VergnĂŒgungspark
Der VergnĂŒgungspark (VidĂĄmpark) in der vid-mparkNordecke des Parks47.52027777777819.084166666667 zog ĂŒber eine Million Besucher im Jahr mit verschiedenen Attraktionen an, zum Beispiel dem Riesenrad, dem verhexten Schloss (ElvarĂĄzsolt kastĂ©ly), dem 1906 erbauten Karussell (Körhinta) und der 1922 errichteten, einen Kilometer langen Achterbahn (HullĂĄmvasĂșt) mit Holzkonstruktion sowie weiteren Einrichtungen. Der 1950 gegrĂŒndete VidĂĄmpark erstreckt sich auf einer FlĂ€che von 6,5 Hektar. Hervorgegangen ist er aus dem Wurstels und dem Englischen Park. Den Besuchern werden mehr als 40 FahrgeschĂ€fte geboten. FĂŒnf davon, darunter die oben genannten Einrichtungen Achterbahn, Karussell und Verhextes Schloss, stehen unter Denkmalschutz. Das verhexte Schloss, mit Spiegellabyrinth und bebenden Sesseln, brannte Anfang der 1980er Jahre aus und wurde 1987 nach den PlĂ€nen von Ferenc Török und Antal Puhl wieder aufgebaut.
Der Park hatte in den 90er Jahren immer wieder mit Finanzproblemen zu kĂ€mpfen und wurde sogar schon einmal geschlossen. Das Konzept wurde dann dahingehend geĂ€ndert, dass der Park keinen Eintrittspreis mehr erhoben hat, sondern dass die Attraktionen, die man nutzen wollte, separat bezahlt werden mussten. Letztendlich konnte dieses Konzept den Park auch nicht mehr retten und somit wurde der Park 2013 endgĂŒltig geschlossen.cite-ref-1[1]cite-ref-2[2]cite-ref-3[3] Das GelĂ€nde wurde 2014 an den angrenzenden Budapester Zoo angegliedert. Daraus entstand der sogenannte Holnemvoltpark (Park âEs war einmalâ), eine Mischung aus Zoo, Streichelzoo und VergnĂŒgungseinrichtung mit FahrgastgeschĂ€ften aus dem Bestand des ehemaligen VidĂĄmparks.cite-ref-4[4]
Restaurant Gundel
Das im Jugendstil erbaute Restaurant Gundel ist eines der Ă€ltesten und renommiertesten Restaurants der Stadt und genieĂt bis heute international einen besonderen Ruf. Es liegt in der restaurant-gundelĂllatkerti Ășt 2, im nordöstlichen Teil47.51705555555619.076333333333 des StadtwĂ€ldchens, gleich neben dem Museum der Bildenden KĂŒnste und dem Botanisch-Zoologischen Garten. Seine herausragende Stellung beweist eine Meldung der New York Times von 1939: âDas Restaurant Gundel macht fĂŒr Budapest bessere Werbung als es eine Schiffsladung TouristenbroschĂŒren dies könnte.â
Verkehrsmuseum
Das ungarische Verkehrsmuseum (KözlekedĂ©si MĂșzeum) ist in einem Zweckbau in der k-zleked-si-m-zeumVĂĄrosligeti körĂșt 11, am Ostrand47.5142519.091555555556 des StadtwĂ€ldchens untergebracht. Es ging aus einer Schau anlĂ€sslich der Millenniumsfeierlichkeiten 1896 hervor und stellt auf 8.000 mÂČ anschaulich die Entwicklungen im Verkehrswesen von der Antike bis in die Neuzeit dar. Zu finden sind hier auch Modelle alter Donau- und Balatonschiffe sowie Lokomotiven und FluggerĂ€te. Den Grundstock der Sammlung bilden die zu den Millenniumsfeierlichkeiten gezeigten Exponate. Darauf baut das drei Jahre spĂ€ter gegrĂŒndete Verkehrsmuseum auf. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Museum schwer beschĂ€digt, so dass es erst 1966 wiedereröffnet werden konnte. 1987 wurde das GebĂ€ude erweitert. Die Dauerausstellungen im Museum bilden den gesamten Bereich Verkehr und Verkehrswesen der letzten 100 Jahre ab. So finden sich hier Ausstellungen wie â100 Jahre staatliche ungarische Schifffahrtâ, â100 Jahre ungarisches Autofahrenâ, âGeschichte des StraĂenverkehrsâ, âGeschichte des Stadtverkehrsâ und âGeschichte der Dampflokomotiveâ. Das Museum ist bis 2019 geschlossen und wurde komplett abgerissen. Es entsteht auf dem GelĂ€nde ein Neubau.
BauplÀne
Wikipedia:WikiProjekt Ereignisse/Vergangenheit/fehlend
Vor einigen Jahren entschied die Regierung, dass im Rahmen eines Megaprojektes im StadtwĂ€ldchen fĂŒnf neue MuseumsgebĂ€ude entstehen sollen: die Ungarische Nationalgalerie, das Ethnographische Museum, das Haus der Musik Budapest, das Museum der Ungarischen Fotografie und das Ungarische Architekturmuseum. Dies hat das Parlament sogar schon gesetzlich verankert, obwohl seit Bekanntwerden der PlĂ€ne zahlreiche Budapester BĂŒrger, Zivilorganisationen, Umweltaktivisten und Architekten gegen diese Entwicklung protestieren. So fand beispielsweise im September des Jahres 2015 auf der AndrĂĄssy Ășt in Richtung Parlament eine GroĂdemonstration statt. Die Demonstranten ĂŒbergaben ParlamentsprĂ€sident LĂĄszlĂł KövĂ©r 20.000 Unterschriften gegen die Megainvestition. Die Gegner argumentieren, zwar sollen die GebĂ€ude des neuen Museumsquartiers aufgrund eines stĂ€dtebaulichen Wettbewerbs ĂŒberwiegend in den Randbereichen und teilweise auf bereits versiegelten FlĂ€chen entstehen. Dennoch wĂŒrde sich die Bebauung des StadtwĂ€ldchens von derzeit knapp sechs auf 12â13 Prozent verdoppeln. Im, an Wochenenden sowieso schon ĂŒberlaufenen, StadtwĂ€ldchen wĂŒrden somit der Publikums- und StraĂenverkehr, also die LĂ€rm- und Umweltbelastung weiter ansteigen.
Die Regierung rechnet demgegenĂŒber mit einer Erhöhung des GrĂŒnflĂ€chenanteils von 60 auf 65 Prozent. Bestimmte GebĂ€ude entstĂŒnden anstelle von bereits bestehenden, so wĂŒrde beispielsweise an der Stelle der PetĆfi-Halle die neue Nationalgalerie entstehen. Der Aus- und Neubau von Museen, die Umgestaltung des Heldenplatzes und des StadtwĂ€ldchens soll mit etwa 200 Mrd. Forint zu Buche schlagen, halb so viel wie ursprĂŒnglich geplant. Von der Tagesordnung genommen wurde inzwischen der Bau des neuen Architekturmuseums sowie des Museums der Ungarischen Fotografie. Neu hinzugekommen sind hingegen ein Parktheater sowie eine Tiefgarage. Die Ausschreibung fĂŒr die Planung der neuen Nationalgalerie hat bereits Ende des vergangenen Jahres das japanische ArchitekturbĂŒro SANAA (Sejima and Nishizawa and Associates) gewonnen. Die Galerie soll im Sommer 2019 eröffnet werden.cite-ref-5[5]
DenkmÀler
Auf dem GelÀnde des StadtwÀldchens befinden sich unter anderen Statuen mit den Bildnissen folgender Persönlichkeiten:
âą Ănyos Jedlik
âą JĂĄnos Csonka
âą Andreas II.
⹠Tétény vezér
âą IgnĂĄc AlpĂĄr
âą Anonymus
âą ĂjĂĄsz
Bauwerke
Die Zielinski-BrĂŒcke (ungarisch Zielinski hĂd, bis 1994 MillenniumsbrĂŒcke, ungarisch Millenniumi hĂd) ist eine StahlbrĂŒcke im StadtwĂ€ldchen. Die 1896 ĂŒber die erste Budapester U-Bahn-Linie gebaute WĂŒnsch hĂd blieb als erste StahlbetonbrĂŒcke Ungarns bis heute erhalten.
Weblinks
Commons
: StadtwÀldchen
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
âą www.iit.bme.hu (Infos ĂŒber das StadtwĂ€ldchen und die Einrichtungen darin)
âą www.vidampark.hu (Memento vom 28. April 2012 im Internet Archive) (Homepage des VergnĂŒgungsparks)
âą www.zoobudapest.com (Homepage des Zoologisch-Botanischen Gartens)
âą www.rcdb.com (Details zu FahrgeschĂ€ften im VergnĂŒgungspark)
âą www.mujegpalya.hu (Homepage der Kunsteisbahn)
âą nemzeticirkuszmuveszetikozpont.hu (Homepage des Hauptstadtzirkus)
âą Homepage des Verkehrsmuseums (Memento vom 11. Juni 2011 im Internet Archive)
âą gundel.hu (Homepage des Restaurants Gundel)
Einzelnachweise
cite-note-11. â Mit dem Vidampark stirbt ein StĂŒck altes Budapest. Abgerufen am 11. MĂ€rz 2017.
cite-note-22. â Kein VergnĂŒgen mehr in Budapest. Abgerufen am 11. MĂ€rz 2017.
cite-note-33. â Vidampark in Budapest ist nun endgĂŒltig geschlossen. Abgerufen am 11. MĂ€rz 2017.
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47.51388888888919.084722222222coordinatesKoordinaten: 47° 30âČ 50âł N, 19° 5âČ 5âł O